UNDERNEATH IT ALL

THAT ONE FANTASTIC STORY

Kapitel #1.4

Mit hoch erhobenem Kopf hatte Marissa den Laden verlassen, und war wieder auf die viel befahrene Straße getreten. Lässig rückte sie sich die Sonnenbrille ins Gesicht und nahm einen kleinen Schluck ihres noch heißen Latte Macchiatos. Neben ihr standen ihre beiden „Mitarbeiterinnen“ wenn man sie so nennen konnte. Normalerweise waren wohl die beiden diejenigen die am meisten arbeiteten, nicht Marissa, aber das sah die junge Frau natürlich anders. „So ihr beiden süßen, was haben wir nun vor?“ fragte sie mit lauter, dominanter Stimme und blickte jeder der Frauen einmal kurz in die Augen. Sie hatte einen sehr guten Tag heute, sonst wäre sie nie auch nur auf die Idee gekommen ihre Assistentinnen bei solchen Kosenamen zu nennen. „Steht noch irgendwas an? Marie das habe ich dich doch vorhin schon gefragt…!“ ein leicht tadelnder Unterton lag in ihrer Stimme, doch dann macht sie einen Wink mit der Hand, wie um zu sagen „ist nicht so wichtig“. Bei ihr sah selbst diese, normalerweise nette Geste, irgendwie arrogant aus.
„Naja, also wir haben jetzt gleich noch einen Termin bei Big FM, diesem großen Radiosender, da sollst du über High Society sprechen. Nun ja das wird etwa eine Stunde dauern denke ich mal, danach müssen wir shoppen gehen, du brauchst dringend ein neues Kleid für die Party heute Abend. Ach ja, die Party von Tristan ist erst nächste Woche, heute Abend ist doch Snowdown!“ Nebeneinander liefen die drei Frauen mit schnellen Schritten auf den schwarzen Mercedes zu, der an der Straßenecke geparkt war. Die hinteren Scheiben waren verdunkelt, vorne saß ein Chauffeur, welcher nur auf sie wartete. Schnell ließ sich Marissa auf die tiefe schwarze Lederbank sinken und legte ihre Tasche neben sich ab. Nachdem auch die anderen saßen und Marie dem Fahrer einige Anweisungen gegeben hatte konnten sie ihr Gespräch fortsetzen. „Okay, also im Radio… nun ja da werde ich wohl dasselbe sagen wie immer oder?! Nichts besonderes… Shoppen ist natürlich ganz nach meinem Geschmack, ich hatte ganz vergessen das heute Abend schon das Snowdown ist! Oh je wir müssen unbedingt bei Chanel vorbei, da gabs doch dieses hinreißende weiße Cocktailkleid…!“ euphorisch erzählte Marissa ihren Assistentinnen von ihren Shoppingen-Plänen. Wenn es um Einkaufen ging, dann war die junge Frau total in ihrem Element, schon immer hatte sie ein Faible für teure Klamotten gehabt. Als 16-jährige war sie oft für die alten Damen in ihrer Nachbarschaft, welche nicht mehr ins Einkaufszentrum wollten, einkaufen gegangen, und hatte sich damit ihre eigenen Markenklamotten finanziert.
Natürlich nickten Marie und Liza begeistert bei jedem Wort welches über Marissas Lippen kam, doch wer die beiden kannte wusste, dass das nur Show war. Ihr Job war es nun mal Marissa zu helfen, zu unterstützen und ihr jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, das ganze hatte rein gar nichts mit wirklichem Interesse zu tun. Lediglich manchmal, beim shoppen, waren die drei jungen Frauen wirklich so etwas wie Freundinnen.
Schnell griff Marissa mit ihren perfekt manikürten Fingernägeln in ihre Handtasche und fischte einen Schminkspiegel heraus. Sie betrachtete sich kurz, richtete ihre Haare und trug neuen Lippenstift auf. Dann warf sie Marie einen fragenden Blick zu, erst nachdem diese genickt hatte steckte sie ihre Schmink-Sachen wieder weg. Vorsichtig ergriff sie wieder den Kaffeebecher von Starbucks, um ja nichts zu verschütten, und nahm einen langen Schluck des heißen Getränks. Marissa leerte meist mehrere solcher Becher an einem normalen Arbeitstag, da sie das Koffein brauchte um wach zu bleiben. Ihr Job war keiner bei dem man abends um 18 Uhr frei hatte, nein, bei ihr fing es da meist erst richtig an. Sich auf angesagten Partys blicken zu lassen war mindestens genauso wichtig wie ein Interview zu geben. In ihrer Branche war es nun mal so, dass alles an deinem Ruf hing, man muss sich sehen lassen, ziel ist es das am Montagmorgen möglichst viele glänzende Fotos von dir in den Zeitungen sind.
Mit Schwung stellte Marissa ihren langen Beine auf den Gehsteig, nachdem Josh, der Fahrer, ihr die Tür geöffnet hatte. Sie schnappte sich im aussteigen noch ihre Tasche und erhob sich aus dem Sitz. Mit wippenden Haaren betrat die junge Frau, gefolgt von ihren Assistentinnen, die Lounge des bekannten Radiosenders. „Ahhhh Miss Davis, wir haben sie schon erwartet!“ kam eine laute, männliche Stimme vom anderen Ende des Raums. Ein großer, gut gekleideter Mann der Mitte Fünfziger kam auf sie zu und legte ihr sanft die Hände auf sie Schultern. Er begrüßte sie mit zwei Küssen, auf jede Backe einen, dann hielt er ihr den arm hin. „Kommen sie mit, wir können gleich anfangen!“ charmant lächelte er Marissa zu, und diese hakte sich bei ihm unter und schritt mit ihm zusammen auf den Aufzug zu.
Nach etwa 45 Minuten kam Marissa wieder aus dem Studio heraus, verabschiedete sich kurz von Mr. Jackes und verließ das imposante Gebäude. Solch ein Radiotermin war mittlerweile totale Routine für den Newcomer und hatte nichts Aufregendes mehr. Da war ihr schon mehr nach Shopping…

25.12.06 09:45
 



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