UNDERNEATH IT ALL

THAT ONE FANTASTIC STORY

Kapitel #1.3

Liam war völlig außer Fassung und stand einfach nur wie versteinert hinter der modernen Ladentheke. Keine Ahnung, wie lange er so regungslos verweilte, aber irgendwann riss er sich aus dieser Trance und schluckte schwer. Sein Benehmen war absolut peinlich. Suchend sah sich Liam nach Kyle um, der aber scheinbar ziemlich mit seiner eigenen Kasse beschäftigt war. Schnell blickte Liam auf und sah der Frau in die Augen. Leicht errötend bat er sie ihre Bestellung nochmals zu wiederholen. „Es tut mir furchtbar Leid, ich will sie sicherlich nicht verärgern“, fügte er ehrfürchtig hinzu. Warum benahm er sich plötzlich wie ein kleines Kind? Irgendetwas hatte sie bei ihm ausgelöst. Und irgendwie kam sie ihm bekannt vor. Aber nicht so, wie eine der Filmstarts, die öfters herkamen, und die er aus dem Fernsehen kannte, nein sie kam ihm anders bekannt vor, als hätte er sie schon einmal gekannt. Während sie ihre Bestellung wiederholte musterte er sie unauffällig. Nein, so jemanden kannte er sicher nicht. Sie musste steinreich sein, so wie sie gekleidet war und wie sie sich gab. Er würde so jemanden sicher nie getroffen haben.
Während Liam ihre Latte Macchiatos machte und versuchte sich wieder zu beruhigen, ging er innerlich die ganzen Gesichter der Frauen durch, die er kannte oder einmal gekannt hatte. Er konnte sich definitiv nicht an sie erinnern, doch das Gefühl sie zu kennen ließ ihn trotzdem nicht mehr los. Er war völlig verwirrt und brauchte ewig für die Bestellung. Als er schließlich die fertigen Latte Macchiatos vor sie auf die Theke stellte und den Preis verlangte, trafen sich kurz ihre Blicke und nun war er sicher, dass er sie kannte. Er musste nur noch herausfinden woher. Jede andere Frau hätte er einfach gefragt, denn normalerweise war er sehr offen und relativ direkt, aber nun brachte er kein Wort heraus. Er beobachtete genau, wie sie mit ein paar schnellen Handgriffen das Geld auf die Theke legte und die Kaffeebecher an sich nahm. Liam zahlte ihr das Rückgeld aus und sah ihr noch lange hinterher, als sie sich schon weggedreht hatte um den Laden zu verlassen. Völlig gebannt bediente er geistesabwesend die anderen Kunden während sein Blick immer wieder auf die Ladentür fiel mit der Hoffnung, sie würde noch einmal herein kommen.
Das ging den ganzen morgen so und als Liam endlich Mittagspause hatte und Miranda, welche ein Jahr lang seine Freundin gewesen war, aber nun mit irgendeinem heranwachsenden Star eine Affäre hatte, ihn ablöste, schnappte sich Liam selbst einen großen schwarzen Kaffee und verschwand durch die Hintertür nach draußen. Er brauchte jetzt dringend frische Luft und musste auf andere Gedanken kommen. Ein Spaziergang war jetzt genau das richtige. Liam wolle gerade die linke Richtung einschlagen, als er Kyle hinter sich rufen hörte. „Liam! Liam, wo willst du hin?“ Liam stockte und drehte sich zu seinem Freund um. „ich will mir nur ein bisschen die Beine vertreten. Mir geht’s nicht sonderlich gut“, sagte er und zuckte mit den Schultern. „Du warst den ganzen Morgen völlig geistesabwesend“, meinte Kyle und schlüpfte in seinen grauen Wintermantel. Liam wartete, bis Kyle sich neben ihn gesellt hatte und die beiden gingen zusammen weiter.
„Weißt du….weißt du, wer das war? Ich meine die Frau, die ich heute Morgen bedient habe? Alle haben sich zu ihr umgedreht und ich könnte schwören, ich kenne sie irgendwoher…“, fragte Liam nach einer Weile und sah Kyle erwartungsvoll an. Vielleicht würde Liam wissen wer sie war, wenn er ihren Namen hörte. Kyle kannte viele Leute und er kannte sich auch mit den ganzen Berühmtheiten aus, die in Los Angelas herumwuselten. Doch nun sah er Liam ziemlich verwirrt an. „Sorry…ich habe niemanden bemerkt, aber ich war auch ziemlich beschäftigt“, sagte er und schüttelte den Kopf. Liam seufzte laut auf und vergrub die Hände in seiner Manteltasche. So ein Mist. Als er sah, wie verwundert Kyle ihn anguckte, grinste er etwas verlegen und wechselte das Thema. „Wie sieht eigentlich deine Planung bezüglich der Snowdown Party aus? Hast du dir schon Karten besorgt?“
Snowdown war die größte Party im Winter, die es überhaupt gab und sie fand jedes Jahr in Los Angelas statt. Eingeladen waren nur die größten Weltstarts und ansonsten nur Leute, die einfach Geld zu viel hatten und sich eine Karte leisten konnten. Kyles Bruder arbeitete jedoch ausgerechnet in einem Organisationsbüro für solche großen Partys und Festivals und so kam Kyle öfters an die heiß begehrten Karten für die großen Starpartys. Kyle setzte ein breites Grinsen auf und machte ein unschuldiges Gesicht.
„Nun ja…sagen wir es so: es war schwer meinen Bruder zu überzeugen, aber letztendlich konnte er mir den Wunsch nicht abschlagen und ich hab zwei Eintrittskarten für die Party des Jahres.“ Liam lächelte und gratulierte Kyle zu seinem erfolgreichen Vorhaben. „Und, wen wirst du mitnehmen?“, fragte er schließlich. „Nun ja…ursprünglich wollte ich Hailey mitnehmen, aber ich glaube ich werde sowieso mit ihr Schlussmachen, als dachte ich mir…hmm. Hast du Lust?“ Liam blieb stehen und sah Kyle erstaunt an. Klar, sie waren gute Freunde und Arbeitskollege, aber das hatte Liam wirklich nicht erwartet. „Ist das dein ernst?“, fragte er und seine Augen leuchteten auf. Kyle nickte grinsend und klopfte Liam freundschaftlich auf die Schulter. „Ich denke wir werden ein gutes Aufreißer Paar für Snowdown, was?“ Liam grinste und konnte es kaum fassen.
„Und vielleicht treffen wir ja auch dieses Mädchen, von dem du mir eben erzählt hast“, fügte Kyle hinzu und zwinkerte Liam zu. Liam hatte sie schon halb vergessen, aber jetzt wo Kyle es sagte. Das war sicher eine einmalige Möglichkeit.
24.12.06 15:37
 



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